Multiphotonenprozesse I | |
Do 14:00-16:30 | HS I |
| A 16.1 | Vortrag | Do 14:00 | HS I |
Der Leitwert von Atomen
Sandro M. Wimberger1,2,3, Italo Guarneri4, Jakub Zakrzewski5 und Andreas Buchleitner1,2,3
1MPI für Physik komplexer Systeme, Nöthnitzer Str. 38, D-01187 Dresden
2Sektion Physik der LMU München, D-80799 München
3The Weizmann Institute of Science, Il-76100 Rehovot
4Universitá di Milano, Sede di Como, I-22100 Como
5Instytut Fizyki imienia Mariana Smoluchowskiego, Uniwersytet Jagiello\'nski, PL-30-059 Kraków
Zwischen dem Ionisationsprozess von hochangeregten Atomen im elektromagnetischen Feld und dem Ladungstransport in Festkörpern mit statistisch verteilten Verunreinigungen besteht eine enge formale, aber auch physikalisch motivierte Analogie. Die quantenmechanisch bedingte Lokalisierung der Wellenfunktion, im Energieraum einerseits, im Ortsraum andererseits, führt zur Definition eines Leitwertes, der für das - streng deterministische - atomare Problem in [1] heuristisch motiviert wurde, eben in Analogie zum bekannten Leitwert eines - ungeordneten - Festkörpers. Wir geben eine allgemeine, streutheoretische Begründung dieser Definition und überprüfen die postulierte Analogie durch die quantitative Analyse numerischer Daten.
[1] A. Buchleitner, I. Guarneri, J. Zakrzewski, Europhys.
Lett., 44 (2), 162 (1998)
| A 16.2 | Vortrag | Do 14:15 | HS I |
Theoretische Untersuchungen zur Ionisation von Molekülen in intensiven Laserfeldern
J. Muth-Böhm, A. Becker und F.H.M. Faisal
Fakultät für Physik, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld
In den letzten Jahren wurde in einer Reihe von Experimenten zur
Ionisation von Atomen und Molekülen in intensiven Laserfeldern
beobachtet, daß die Ionensignale von Molekülen gegenüber den
Ionensignalen der Atome mit vergleichbaren Ionisationspotentialen
unterdrückt sind (e.g. [1-3]). Im Rahmen einer S-Matrix
Theorie (e.g. [4]), deren Ergebnisse im Fall von Atomen bereits eine
sehr gute Übereinstimmung mit den experimentellen Ergebnissen
lieferte (e.g. [5]), haben wir die Ionisation von Molekülen in
intensiven Laserfeldern in Abhängigkeit von der Laserintensität
und -frequenz analysiert. Dazu haben wir die Prozeßwahrscheinlichkeiten
bestimmt und diese mit experimentellen Daten
verglichen. Mögliche Ursachen für die Unterdrückung der
Ionensignale im Fall von Molekülen werden diskutiert.
[1] T.D.G. Walsh et al. , J. Phys. B 27,
3767 (1994)
[2] A. Talebpour et al. , J. Phys. B 29,
L677 (1996)
[3] C. Guo et al. , Phys. Rev. A 58, R4271
(1998)
[4] F.H.M. Faisal und A. Becker, in Selected Topics on
Electron
Physics, eds. D. Campbell and H. Kleinpoppen (Plenum, New York, 1996)
S. 397
[5] A. Becker and F.H.M. Faisal, Phys. Rev. A 59, R1742 (1999), ibid. J. Phys. B 32, L335 (1999)
| A 16.3 | Vortrag | Do 14:30 | HS I |
Analyse konkurrierender Ionisationspfade in K2 mittels Femtosekunden-Pump&Probe Spektroskopie: Ein Vergleich zwischen Theorie und Experiment
Elmar Schreiber1, Celine Nicole2, M. Aziz Bouchène2, Silvie Magnier2, Christoph Meier2 und Bertrand Girard2
2IRSAMC, Université Paul Sabatier, 31062 Toulouse, France
1Center for Ultrafast Laser Applications, Princeton University, NJ 08544, USA
Ein Vergleich von Experiment und Theorie der ultraschnellen Pump&Probe Multiphotonen-Ionisationsspektroskopie an K2 wird präsentiert. Die Wellenpaketpropagation im A 1 Su+ und im (2) 1 Pg Rydbergzustand ist im Spektralbereich 780nm bis 840nm detailliert beobachtet worden. Die gemessenen totalen Ionisationsraten zeigen als Funktion der Verzögerungszeit zwischen Pump- und Probepuls eine Vielzahl faszinierender Strukturen wie die direkte Beobachtung des ein- und auslaufenden Wellenpaketes sowie der Frequenzverdopplung der beobachteten Welllenpaketschwingung. Die Theorie ist in sehr gutem Einklang mit den Messdaten und erlaubt eine eindeutige Interpretation der verschiedenen Übergangspfade zum Ion.
| A 16.4 | Vortrag | Do 14:45 | HS I |
Spinrückwirkung auf Dynamik und Strahlung von Elektronen in starken Laserfeldern
M. W. Walser, C. Szymanowski und C. H. Keitel
Theoretische Quantendynamik, Albert-Ludwigs Universität Freiburg, Hermann-Herder-Straße 3
Wir untersuchen die Strahlung eines Elektrons, das in einem starken, linear polarisierten, ebenen Laserfeld anharmonisch oszilliert. Das Elektron wird beschrieben als klassisches relativistisches Teilchen, das ein magnetisches Moment besitzt [1]. Dadurch wird die Spin-Laser Wechselwirkung berücksichtigt. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Maxwell Dynamik wird die Bewegung des Elektrons, in Abhängikeit von der Orientierung des Spins, dreidimensional [2]. Dies läßt sich auch quantenmechanisch bestätigen [3]. Zusätzliche, in Richtung des magnetischen Feldes polarisierte, Harmonische sind in Richtung des elektrischen Feldes sichtbar, die ohne Berücksichtigung des Spins nicht auftreten würden.
[1] J. Frenkel, Z. f. Physik 32 (1925) 518
[2] M. W. Walser, C. Szymanowski and C. H. Keitel,
Europhys. Lett. 48 (5) 533
[3] M. W. Walser et al., in Vorbereitung
| A 16.5 | Vortrag | Do 15:00 | HS I |
Violent acceleration of free electrons by extra-intense lasers
Jia-Xiang Wang, Werner Scheid, Yu-Kun Ho und Manuel Hölß
Justus-Liebig-Universität Gieß en, Fudan University, Shanhai
It has been found by numerical simulation for extra-intense lasers, the free electrons can be violently accelerated. The conditions for such strong field effects will be presented together with the classical mechanism. The underlying quantum mechanism can be attributed to the non-linear Compton scattering.
| A 16.6 | Vortrag | Do 15:15 | HS I |
Modellrechnung zur relativistischen Ionisationsdynamik
E.Lenz , M.Dörr und W.Sandner
Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie
Max-Born-Strasse 2A, D-12489 Berlin, Germany
Anhand der numerischen Lösung der 1D - Dirac - Gleichung untersuchen wir die Ionisation eines stark gebundenen Elektrons. Als Lösungsverfahren kommt in unserer Modellrechnung das Crank-Nicolson-Verfahren auf einem finite - Differenzen - Gitter zum Einsatz. Die Ionisation wird mittels eines ultrakurzen und ultraintensiven Feldpulses erreicht, so daß das Teilchen zu einem bestimmten Zeitpunkt ionisiert. Die Ergebnisse der Modellrechnungen werden mit Resultaten aus der entsprechenden zeitabhängigen Schrödinger - Gleichung verglichen um die speziell relativistischen Effekte herauszuarbeiten.
Ref.:
J.W.Braun, Q. Su, and R. Grobe, Phys. Rev. A 59, 604 (1999)
C. Bottcher and M. R. Strayer, Ann. Phys. 175, 64 (1987)
M. Protopapas, C. H. Keitel and P. L. Knight , J. Phys. B : At. Mol. Opt. Phys 29 , L591 (1996)
N. J. Kylstra, A. M. Ermolaev and C. J. Joachain, J. Phys. B : At. Mol. Opt. Phys. 30, L449 (1997)
| A 16.7 | Vortrag | Do 15:30 | HS I |
Phase-dependent effects in bichromatic high-harmonic generation
C. F. de M. Faria1, D. B. Milo sevi\'c2 und G. G. Paulus3
1Max Planck Institut für Physik komplexer Systeme, Nöthnizer Str. 38, 01187 Dresden
2Max Born Institut für nichlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie, Max Born Str. 2A, 12489 Berlin
3Max Planck Institut für Quantenoptik, Hans-Kopfermann Str. 1, 85748 Garching
We give a physical explanation for a p-periodic modulation in the harmonic yield as a function of the
relative phase between both driving waves, and an offset phase shift of this
modulation for neighboring cutoff harmonics, observed in recent
experiments on high-harmonic generation with phase-controlled
w-2w bichromatic fields [1].
Using the ``simple-man" or classical model, the
strong-field approximation and the fully numerical solution of the
time-dependent Schrödinger equation, we relate this offset phase shift to a
particular set of electron trajectories [2]. We show that, with the introduction of the
high-frequency field, the monochromatic cutoff energy Ip+3.17Up splits
into an upper and lower branch, which present different types of behavior
with respect to the relative phase.
Whereas the energy of the upper branch does not vary
considerably with this parameter, the energy of the lower branch is strongly
phase-dependent. Precisely this phase dependence originates the offset phase
shift in the modulation.
Thus, using bichromatic fields, one is able to single out a set of
trajectories according to its phase dependence, already at the
single-atom-response level.
[1] U. Andiel et.al,
Europhys. Lett. 47, 42 (1999).
[2] C. F. de M. Faria, D. B. Milo sevi\'c, and G.G. Paulus, preprint
| A 16.8 | Vortrag | Do 15:45 | HS I |
Nicht-sequentielle Vielfachionisation in hochintensiven, ultrakurzen Laserpulsen: Die Impulsverteilung von Nen+ (n = 2,3) Ionen
C. Trump1, H. Rottke1, M. Wittmann1, G. Korn1, W. Sandner1, R. Moshammer2, B. Feuerstein2, W. Schmitt2,3, A. Dorn2, C. D. Schröter2 und J. Ullrich2
1Max-Born-Institut, Max-Born-Str. 2a, 12489 Berlin
2Univ. Freiburg, Fak. für Physik, Hermann-Herder-Str. 3, 79104 Freiburg
3ebenfalls: Gesellschaft für Schwerionenforschung mbH, Planckstr. 1, 64291 Darmstadt
Wir haben COLTRIMS (COld Target Recoil Ion Momentum Spectroscopy) zur Untersuchung der Mehrfachionisation von Ne in ultrakurzen Laserpulsen (Pulsdauer: 30 fs) eingesetzt. Die Lichtintensität wurde so gewählt, daß die Doppelionisation nicht-sequentiell erfolgt (I » 1015 W/cm2). Mit der Meßmethode haben wir die Verteilung des Impulses von Ne++ und Ne3+ Ionen untersucht, die unter den gewählten experimentellen Bedingungen Aufschluß über die Verteilung des Gesamtimpulses der jeweils emittierten Photoelektronen gibt. Die hochauflösenden Messungen wurden an einem in einer Überschall Expansion gekühlten Düsenstrahl durchgeführt, in dem die Ne Atome einen wohldefinierten Anfangsimpuls haben. Als Lichtquelle wurde ein Ti:Saphir Laser mit 800 nm Zentralwellenlänge verwendet. Wir werden hier die Apparatur im Detail vorstellen und Meßergebnisse zur Einfach- und Mehrfachionisation präsentieren.
| A 16.9 | Vortrag | Do 16:00 | HS I |
Dissoziation von H2+ und D2+ in ultrakurzen, hochintensiven Laserpulsen
C. Trump, H. Rottke, M. Wittmann, G. Korn und W. Sandner
Max-Born-Institut, Max-Born-Str. 2a, 12489 Berlin
Wir haben die Photodissoziation von H2+ und D2+ in hochintensiven (I > 1014 W/cm2) Laserpulsen mit Pulsdauern von 80 fs und 30 fs untersucht. Die Laserstrahlung mit einer Zentralwellenlänge von 800 nm wurde von einem Ti:Saphir Lasersystem erzeugt. Die Verteilung der kinetischen Energie geladener Dissoziationsprodukte wurde winkelaufgelöst mit einem hochauflösenden Spektrometer gemessen (Energieauflösung: DE / E £ 0.05). Vor der Dissoziation werden die Molekülionen durch Photoionisation von H2 bzw. D2 in dem intensiven Lichtpuls gebildet. Aus den Verteilungen der kinetischen Energie der H+ und D+ Dissoziationsprodukte lassen sich als Dissoziationsmechanismen effektive Ein- und Zweiphotonendissoziation und Coulomb Explosion nach weiterer Photoionisation des dissoziierenden Molekülions identifizieren. Die beobachteten Linienstrukturen in der Verteilung der kinetischen Energie hängen von der Lichtpulsdauer ab (Linienbreiten und Position). Mit 80 fs Pulsen finden wir keinen Isotopieeffekt in der effektiven Zweiphotonendissoziation, bei 30 fs Pulsdauer zeigt sich jedoch ein deutlicher Effekt. Bei extrem hoher Lichtintensität (I > 2 ×1015 W/cm2) zeigt sich zum ersten Mal Photoionisation von Molekülionen, die zuvor im Vibrationsgrundzustand gebildet wurden und nicht photodissoziieren. Ihre Photoionisation initiiert eine Coulomb Explosion, die zu hochenergetischen H+ und D+ Ionen führt.
| A 16.10 | Vortrag | Do 16:15 | HS I |
Korrelierte Elektronenemission in der Doppelionisation in starken Laserfeldern
Th. Weber1, M. Weckenbrock1, A. Staudte1, L Spielberger1, O. Jagutzki1, V. Mergel1, F. Afaneh1, G. Urbasch2, M. Vollmer2, H. Giessen2 und R. Dörner1
1Universität Frankfurt
2Universität Marburg
Wir haben die Impulse beider Elektronen aus der Doppelionisation von Argon in ultrakurzen Laserpulsen bei einigen 1014W/cm2 in Koinzidenz vermessen. Die Daten zeigen eine überrschend starke Korrelation der Elektronenimpulse.
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Zuletzt geändert am 15.01.2001