Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG)

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E-Verhandlungen 1999
Programm und Abstracts der Sitzung T 605


W-Bosonen 2

Do 16:30-19:05

TE9

T 605.1GruppenberichtDo 16:30TE9

Messungen der trilinearen Eichbosonen-Kopplung bei LEP

•Silke Petzold für die OPAL-Kollaboration
F-LC, DESY

Die Untersuchung der trilinearen Eichbosonen-Kopplung ist eines der hauptsächlichen Ziele des LEP2-Programms. Seit 1996 liefert der e+e--Speicherring LEP Daten bei Schwerpunktsenergien von 161 GeV oder höher und damit über der Schwelle für W-Paar-Produktion. Dabei wurden pro LEP-Experiment ungefähr 250 pb-1 an Daten aufgenommen. Die Kopplung dreier Eichbosonen kann bei LEP mit der größ ten Sensitivität in der W-Paar-Produktion gemessen werden. Zusätzlich ermöglichen Ereignisse, in denen nur ein W-Boson produziert wird oder solche mit zwei Neutrinos und einem Gamma-Boson im Endzustand ebenfalls die Messung der trilinearen Eichboson-Kopplungen. In diesem Vortrag werden verschiedene Methoden zur Messung der Eichbosonen-Kopplung vorgestellt und die Ergebnisse aller vier LEP-Experimente diskutiert. Anschließ end werden die Möglichkeiten einer sehr päzisen Bestimmung der trilinearen Eichbosonen-Kopplung bei einem zukünftigen Linear-Beschleuniger vorgestellt.


T 605.2GruppenberichtDo 16:55TE9

Untersuchung des Drei-Eichboson-Vertex mit dem Detektor ALEPH

•S. Dhamotharan für die ALEPH-Kollaboration
Institut für Hochenergiephysik, Schröderstraße 90, D-69120 Heidelberg

Bei LEP2 bietet sich die Gelegenheit, die Kopplungen des Drei-Eichboson-Vertex sowohl in der W-Paarerzeugung als auch in Prozessen mit einzelnen W-Bosonen im Endzustand zu studieren. Die Messung der Kopplungen wird durch die Analyse der Winkelverteilungen der W-Bosonen und ihrer Zerfallsprodukte ermöglicht. Die Ergebnisse der ALEPH-Kollaboration bei Ös = 183 GeV und vorläufige Resultate bei 189 GeV werden erläutert und Grenzen auf die drei Kopplungsparameter g1Z, lg und kg diskutiert.


T 605.3VortragDo 17:20TE9

Die Verwendung von Optimalen Observablen am Beispiel des Drei-Eichbosonen-Vertex

•Michael Wolf
IHEP, Schröderstraße 90, D-69120 Heidelberg

Die meisten Analysen innerhalb der Hochenergiephysik bedienen sich eines Angleichs einer theoretischen an eine experimentell bestimmte Verteilung. Da man häufig mit einer sehr großen Anzahl von Phasenraumvariablen konfrontiert ist, verwendet man oft eine einfache Projektion des vieldimensionalen Phasenraumes als Observable. Die Methode der Optimalen Observablen besteht nun darin, diese Projektion derart zu wählen, daß dabei ein Maximum an Information über die zu messende Größe erhalten bleibt. Ziel des Vortrags ist es die Methode der Optimalen Observablen am Beispiel der Messung von Drei-Eichbosonen-Kopplungen zu veranschaulichen.


T 605.4VortragDo 17:35TE9

Messung der Kopplungen am Drei-Bosonen-Vertex in
e  e ® W W ® qqlv-Wechselwirkungen mit dem OPAL Detektor unter Verwendung optimaler Observablen

•H. Voss1, G. Bella2, M. Kobel1, M. Thomson3 und N. Wermes1 für die OPAL-Kollaboration
1Physikalisches Institut, Universität Bonn
2Department of Physics and Astronomy,Tel Aviv University
3CERN

Mit dem OPAL Detektor am CERN wurden in den Jahren 1997 und 1998 über 3000 W-Paare aus e+e--Kollisionen am LEP-Speicherring bei Schwerpunktsenergien von 183 GeV und 189 GeV aufgezeichnet und rekonstruiert. Die Ereignisse in denen ein W-leptonisch und das andere hadronisch zerfällt ( @ 43 %) eignen sich besonders gut zur Messung der Kopplungen am WWZ/g Drei-Bosonen-Vertex, welche die Produktionsrate sowie die Winkel- und Helizitätsverteilung der W Produktion beeinflussen. Da die unabhängige Messung aller 14 möglichen Kopplungen aufgrund zu geringer Datenmenge nicht möglich ist, beschränkt man sich typischerweise auf den theoretisch motivierten Parametersatz von drei Kopplungen Dkg,  Dg1Z  und  l. Die hier vorgestellte Messung dieser Parameter im qqlv-Kanal bedient sich optimaler Observablen mit denen die statistischen Schwierigkeiten einer Maximum-Likelihood-Anpassung in einem 5-dimensionalen Phasenraum elegant behoben werden.


T 605.5VortragDo 17:50TE9

Untersuchung der Selbstwechselwirkung dreier Eichbosonen mit dem ALEPH-Detektor bei LEP

•Sascha Schmeling für die ALEPH-Kollaboration
Johannes Gutenberg-Universität, Institut für Physik, Staudinger Weg 7, 55128 Mainz

Seit 1996 werden bei LEP II W-Bosonen in Paaren erzeugt. Die genommenen Daten erlauben eine Messung der Kopplungskonstanten der Selbstwechselwirkung der Eichbosonen der schwachen Wechselwirkung. In den Jahren 1997 und 1998 wurden bei Schwerpunktsenergien von ECM = 183 GeV bzw. ECM = 189 GeV insgesamt L = 227,1 pb-1 mit dem ALEPH-Detektor aufgezeichnet. Diese wurden insbesondere in rein leptonischen W-Zerfällen e+e-® W+W-® l[`(n)] [`l]n mit l = e,m untersucht. Es werden die verwendete Selektions- und Analysemethode sowie deren Resultate vorgestellt.


T 605.6VortragDo 18:05TE9

Messung der Reaktion e+e- ® W+W- ® q[`q]q[`q] mit dem L3-Detektor bei LEP

•H.J. Lee für die L3 - KOLLABORATION
Institut für Physik, Humboldt Universität zu Berlin, Invalidenstraße 110, D-10115 Berlin

Der e+e--Speicherring LEP lief im Jahr 1998 bei der Schwerpunktsenergie von 189 GeV, welche die Paarproduktion von geladenen W-Bosonen, e+e- ® W+W-, mit hohem Wirkungsquerschnitt erlaubt. In der vom L3-Experiment am LEP aufgezeichneten Luminosität von 176  pb-1 selektiere ich ca 1500 Ereignisse, bei denen beide W-Bosonen hadronisch zerfallen. Die Messung des Paarproduktions-Wirkungsquerschnitts und der Masse des W-Bosons im Kanal W+W- ® q[`q]q[`q] werden vorgestellt und mit den Messungen in anderen Zerfallskanälen verglichen.


T 605.7VortragDo 18:20TE9

Colour Reconnection in hadronischen WW-Zerfällen

J. Dubbert, G. Duckeck, P. Méndez, •O. Sahr und R. Ströhmer für die OPAL-Kollaboration
Ludwig Maximilians-Universität München, Sektion Physik, Am Coulombwall 1, D-85748 Garching

Die Bestimmung der W-Masse bei LEP2 aus hadronischen WW-Zerfällen kann durch den Farbaustausch zwischen den Partonschauern der beiden W-Bosonen, dem Colour Reconnection Effekt, beeinfluß t werden. So sagen Modelle, die diesen Effekt beschreiben, eine Verschiebung der rekonstruierten Masse, aber auch Auswirkungen auf andere Eigenschaften der Ereignisse, wie zum Beispiel der Anzahl der geladenen Teilchen, vorher. Insbesondere sollte die Multiplizität schwerer Hadronen (Kaonen und Protonen) bei kleinen Impulsen sensitiv auf das Auftreten des Colour Reconnecion Effekts sein.
In den Daten, die in den Jahren 1997 und 1998 vom OPAL-Detektor aufgenommen wurden, wurde das Impulsspektrum geladener schwerer Teilchen in hadronischen und semileptonischen WW-Zerfällen gemessen und hinsichtlich der Auswirkung des Colour Reconnection Effekts untersucht.


T 605.8VortragDo 18:35TE9

Hadronische Zerfälle von W-Bosonen bei LEP2

•Thomas Ziegler für die ALEPH-Kollaboration
Institut für Physik, Johannes Gutenberg Universität, Staudingerweg7, D-55099 Mainz

Im LEP-Speicherring am CERN in Genf ist es seit Frühjahr 1996 möglich, W-Bosonen direkt paarweise durch e+e--Annihilation zu erzeugen. Zur Bestimmung der Masse der geladenen Eichbosonen der schwachen Wechselwirkung wird im wesentlichen der rein hadronische Kanal verwendet. Es wurden die hadronischen Zerfälle der W-Bosonen untersucht und nach Abweichungen zu Vorhersagen von Monte Carlo-Ereignisgeneratoren gesucht. Durch Vergleich von semileptonischen und rein hadronischen Zerfällen der W-Paare kann man weiterhin mögliche Effekte von Farbrekombination untersuchen. Dabei handelt es sich um einen Farbaustausch zwischen den Partonschauern der beiden W-Bosonen. Dieser Effekt ist eine wichtige systematische Unsicherheit bei der Bestimmung der W-Masse.


T 605.9VortragDo 18:50TE9

Produktion einzelner W-Bosonen bei LEP

A. Böhm, H. Fesefeldt, M. von der Mey, C. Schäfer, •S. Schmidt-Kärst, A. Straessner, P. Wienemann, M. Weber und M. Zöller
III. Physikalisches Institut der RWTH Aachen und L3-Kollaboration

Mit dem L3-Detektor am Elektron-Positron-Speicherring LEP wird die Produktion einzelner W-Bosonen über die Reaktion

e+e-® eneW untersucht. Das in Vorwärtsrichtung gestreute Elektron entkommt dem Nachweis im Detektor. Nachgewiesen werden entsprechend zwei Jets aus dem hadronischen Zerfall des W-Bosons oder ein einzelnes Lepton aus dem leptonischen Zerfall. Der Wirkungsquerschnitt der Produktion einzelner W-Bosonen ist wesentlich geringer als im Fall der W-Paarproduktion. Da aber der größte Beitrag über die gWW-Kopplung erfolgt, lassen sich mit dieser Reaktion vergleichbare Grenzen für die anomalen Kopplungen Dkg und lg bestimmen. Vorgestellt werden die Messung des Wirkungsquerschnitts und Grenzen auf die anomalen Kopplungen basierend auf den bei Ös = 189 GeV aufgezeichneten Daten mit einer Gesamtluminosität von 176 pb-1.


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Zuletzt geändert am 21.10.1999

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