Neue Teilchen und Wechselwirkungen 2 | |
Di 16:30-18:10 | TE9 |
| T 405.1 | Gruppenbericht | Di 16:30 | TE9 |
Suche nach Kontaktwechselwirkungen bei OPAL
K. Sachs für die OPAL-Kollaboration
Fakultät für Physik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hermann-Herder-Straße 3, 79104 Freiburg im Breisgau
Neben der Suche nach neuen Teilchen ermöglicht der Vergleich von genau gemessenen Wirkungsquerschnitten mit der Modellerwartung einen Test des Standard Modells. Kontaktwechselwirkungen bieten dabei eine Parametrisierung eventueller Abweichungen ohne von einer detailierten Modellerwartung auszugehen. Von besonderem Interesse sind hier Prozesse mit hoher Statistik, also Paarproduktion von Fermionen oder Photonen.
| T 405.2 | Vortrag | Di 16:55 | TE9 |
Suche nach (eeqq)-Kontaktwechselwirkungen in den ZEUS e+p-Daten
U. Katz für die ZEUS-Kollaboration
Phys. Inst. der Univ. Bonn, Nußallee 12, 53115 Bonn
In den Jahren 1994-1997 wurde mit dem ZEUS-Detektor am HERA-Speicherring eine integrierte Luminosität von 46.6 pb-1 von Positron-Proton-Kollisionen bei einer Schwerpunktsenergie von 300 GeV aufgezeichnet. Diese Datenmenge erlaubt zum ersten Mal die präzise Untersuchung tiefinelastischer Streuung bei höchsten Impulsüberträgen. Dieser kinematische Bereich, der Positron-Quark-Reaktionen mit einer Schwerpunktsenergie bis etwa 200 GeV entspricht, eröffnet ein neues Fenster zur Suche nach Physik jenseits des Standardmodells. Kontaktwechselwirkungen erlauben eine effektive Beschreibung der Auswirkung einer breiten Klasse möglicher neuartiger Prozesse mit charakteristischen Massenskalen L im TeV -Bereich auf die ep-Wirkungsquerschnittes bei HERA. Die kinematischen Verteilungen tiefinelastischer Reaktionen des Typs e+p® e+X wurden mit Hilfe einer speziell zu diesem Zweck entwickelten Log-Likelihood-Methode auf Anzeichen von Kontaktwechselwirkungen überprüft. Es ergeben sich keine signifikanten Anzeichen für die Existenz solcher Beiträge zum Wirkungsquerschnitt. Für 30 verschiedene Szenarien von Kontaktwechselwirkungen, die sich in ihrer Helizitäts- und Flavor-Struktur sowie im Vorzeichen ihrer Interferenz mit dem Standardmodell-Matrixelement unterscheiden, resultieren untere Grenzen für L im Bereich von 1.5-5 TeV bei einem Konfidenzniveau von 95%.
| T 405.3 | Vortrag | Di 17:10 | TE9 |
Leptoquark-Produktion mit dem OPAL-Detektor bei LEP2-Energien
K. Stoll, J. Patt, K. Sachs, S. Söldner-Rembold, P. Vannerem und F. Wäckerle für die OPAL-Kollaboration
Fakultät für Physik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hermann-Herder-Straße 3, 79104 Freiburg im Breisgau
In zahlreichen Erweiterungen des Standardmodells treten Leptoquarks als Folge der Symmetrie im Quark- und Leptonsektor auf. Sie tragen Lepton-und Baryonquantenzahlen. In der e+e--Streuung bei LEP können LQ entweder einzeln entstehen, wenn eines der Leptonen mit einem Quark aus einem Photon, das vom anderen Lepton abgestrahlt wurde, wechselwirkt, oder paarweise bei der e+e--Annihilation. Die Produktion von Leptoquarks wurde bei einer e+e--Schwerpunktsenergie von 183 GeV bzw. 189 GeV mit dem OPAL-Detektor untersucht. Für die Masse der Leptoquarks wurde eine untere Grenze bestimmt sowie der mögliche Parameterraum für die Kopplungskonstante l eingeschränkt.
| T 405.4 | Vortrag | Di 17:25 | TE9 |
Experimente zur Suche nach Dunkler Materie in Heidelberg - HDMS
L. Baudis, A. Dietz, G. Heusser, B. Majorovits, F. Schwamm, H. Strecker und H.V. Klapdor-Kleingrothaus
Max-Planck-Institut für Kernphysik, P.O. Box 103980, D-69029 Heidelberg, Germany
Eines der größ ten ungelösten Probleme der modernen Physik ist das Rätsel der Dunklen Materie. Ein vielversprechender Kandidat, der die fehlende Masse liefern könnte, ist das WIMP (Weakly Interacting Massive Particle) als leichtestes supersymmetrisches Teilchen. Ein solches Teilchen kann über elastischen Stoß an Kernen des Detektormaterials zu Ionisation und somit Detektion führen.
Es werden die aktuellen Ergebnisse der Forschung am Max-Planck-Institut für Kernphysik vorgestellt. Zur Zeit liefert das Heidelberg-Moskau-Experiment die besten Grenzen aus Roh-Daten. Im Februar 1998 wurde ein Prototyp-Detektor für das Heidelberg-Dark-Matter-Search (HDMS) Experiment in Betrieb genommen, das in seiner angestrebten Empfindlichkeit den Bereich positiver Evidenz für dunkle Materie des DAMA-Experiments überdecken wird. Das Verhalten dieses Detektors, dessen zentrale Komponente aus angereichertem 73Ge bestehen wird, wird erläutert.
| T 405.5 | Vortrag | Di 17:40 | TE9 |
Suche nach magnetischen Monopolen mit Unterwasser/Untereisdetektoren
Peter Niessen1 und Dshan Dshilkibaev2 für die AMANDA-Kollaboration
1DESY Zeuthen, Platanenallee 6, 15738 Zeuthen
2Kernphysikalisches Institut, Moskau, Rußland
Erweitert man die homogenen Maxwell Gleichungen mit Quell- und Stromtermen für magnetische Ladungen, ergibt sich für den magnetischen Monopol eine Ladung von Vielfachen von
g = 1/2·e/a = 137/2 e. Durchquert ein solcher Monopol ein Medium mit Brechungsindex n > 1, so kann das dabei entstehende Cherenkovlicht nachgewiesen werden. Gegenüber einfach geladenen Teilchen (e, m) ist dabei die Lichtausbeute 137/2 mal so groß. Unterwasser- bzw. Untereisdetektoren können deshalb zur Suche nach Monopolen benutzt werden und eine obere Grenze für den Monopolfluß im Bereich
b = 1/n .. 1 = 0.75.. 1 angeben. Es werden erste Resultate von Baikal und Amanda vorgestellt.
| T 405.6 | Vortrag | Di 17:55 | TE9 |
Magnetische Monopole, Vortizes und Confinement
Hugo Reinhardt
Institut für Theoretische Physik, Universität Tübingen, D-72076 Tübingen, Germany
Es wird gezeigt, daß die magnetischen Monopole für die topologischen
Eigenschaften der Yang-Mills-Theorien und damit für die spontane Brechung
der chiralen Symmetrie verantwortlich sind, während die
Confinement-Eigenschaften durch Vortizes hervorgerufen werden. Die Vortizes
perkolieren in der Confinement-Phase, zerfallen jedoch am
Deconfinement-Phasenübergang in kleine Vortizes. Ferner wird der Zusammenhang
zwischen magnetischen Monopolen und Vortizes hergestellt.
[1] H. Reinhardt; Nucl.Phys.B503 (1997) 505.
[2] M. Quandt, H. Reinhardt, A. Schäfke; hep-th/9810088.
[3] K. Langfeld, H. Reinhardt, O. Tennert; Phys.Lett.B419 (1998) 317-321.
[4] M. Engelhardt, K. Langfeld, H. Reinhardt, O. Tennert; Phys.Lett.B431
(1998) 141-146.
[5] K. Langfeld, O. Tennert, M. Engelhardt, H. Reinhardt; hep-lat/9805002
| [HOME] |
|
[Archiv] |
|
[E-Verhandlungen 1999] |
|
[Heidelberg] |
|
[Fachverband T] |
|
[Sitzung T 405] |
| [Autorenindex] | [Kollaborationen] |
| [Tagungsinformationen] | [E-Verhandlungen] | [Archiv] | [Vortragsanmeldung] | [Teilnehmerregistrierung] | [Programmbearbeitung] |
| [DPG WWW-Server] |
Zuletzt geändert am 21.10.1999