Dauer- und weichmagnetische Werkstoffe | |
Mo 09:30-12:45 | F4 |
| AM 2.1 | Hauptvortrag | Mo 09:30 | F4 |
Wasserstoffinduzierte Nanostrukturierung von Magnetwerkstoffen
O. Gutfleisch
IFW Dresden, 01171 Dresden
Prinzipiell sind bei der Reaktion von Wasserstoff mit intermetallischen Verbindungen basierend auf Seltenerd (R)-Übergangsmetallen (T) drei verschiedene Reaktionswege möglich: (a) die Bildung eines interstitiellen, mindestens ternären, Hydrides RnTmHx unter Erhalt der ursprünglichen oder durch Gitterverzerrungen leicht modifizierten Kristallstruktur, (b) die Wasserstoff-induzierte Amorphisierung (HIA - hydrogen induced amorphisation) und (c) die Disproportionierung, d.h. Zerfall der ursprünglichen Phase unter Bildung eines binären Hydrides RHx und der übrigen Elemente oder Kombinationen der Elemente der Ausgangsphase. Welche Reaktion tatsächlich stattfindet, hängt vom Typ der Ausgangslegierung (z.B. Ausbildung eines Plateaubereichs im pcT-Diagramm), vom Wasserstoffdruck und von der Hydrierungstemperatur ab. Inwiefern die Reaktionen zu einer Nanostrukturierung von hartmagnetischen Verbindungen auf NdFeB-, SmFe und SmCo-Basis genutzt werden können, wird am Beispiel des HDDR (Hydrogenation Disproportionation Desorption Recombination) Verfahrens diskutiert. Reaktives Mahlen unter Wasserstoffatmosphäre kann eine mechanisch induzierte Gas-Festkörperreaktion hervorrufen und bei geeigneter Wahl der Versuchsparameter kann entweder HIA oder HDDR stattfinden. Dieses Verfahren ist insbesondere für die Nanostrukturierung von thermodynamisch hochstabilen Verbindungen von Bedeutung.
| AM 2.2 | Vortrag | Mo 10:00 | F4 |
Magnetische Eigenschaften von Nd(Fe,M)12 (M=Ti, V, Mo) nach interstitieller Modifikation durch H-, C- und N-Atome
Ph. Oleinek, D. Eckert, K.-H. Müller und L. Schultz
Institut für Festkörper- und Werkstofforschung Dresden
Die magnetischen Eigenschaften Fremdatom-dotierter Seltenerd (SE)-Fe-Verbindungen des ThMn12-Strukturtyps wurden auf den Einfluß ihrer Zusammensetzung hin untersucht. Für NdFe12-xMxZy (0 £ y £ 3.2) mit M = Ti (x=1.0), V (x=1.25) und Mo (x=1.5) und Z = H, C und N wurden Curie-Temperatur TC, Sättigungspolarisation JS und Anisotropiefeld HA bestimmt. TC steigt nach interstitieller H-Beladung in allen Verbindungen an, für M = Ti um 22 K, für M = V um 4 K und für M = Mo um 48 K. Bei N- oder C- Beladung steigt TC für alle M zunächst an, fällt aber nach für y > 1.5 für M = Ti und V wieder ab. JS und HA steigen für alle M nach N- bzw. C-Beladung für y £ 2 an, nehmen jedoch für M = Ti oder V und y > 2 deutlich ab. Im Gegensatz dazu variieren TC, JS und HA für M = Mo nur sehr wenig. Die magnetischen Größen nehmen für Z = N durchgehend höhere Werte an als für Z = C. H hat nur sehr geringen Einfluß auf die magnetischen Eigenschaften. Das magnetische Verhalten und die strukturellen Änderungen wurden mit Hilfe von Röntgen- und Neutronenbeugung analysiert. Ein Zersetzungsprozeß, der bei höheren Temperaturen (T > 723K) für M = Ti und V und Z = N und C zeitgleich zum Beladungsprozeß abläuft, wird für die Abnahme der magnetischen Parameter für y > 1.5 verantwortlich gemacht.
| AM 2.3 | Vortrag | Mo 10:15 | F4 |
Mikrostruktur und magnetische Eigenschaften von nanokristallinen Zr-haltigen Sm2Fe15Ga2C2.2 Magneten
Jun-xian Zhang und H. Kronmüller
MPI für Metallforschung, Stuttgart
Zr-haltiges
Sm2Fe15Ga2C2.2
wurde mit Hilfe des Schnellabschreckverfahrens
in den amorphen Zustand abgeschreckt
und anschließend durch eine optimierte Wärmebehandlung in den
nanokristallinen Zustand überführt.
Der Vorgang des Auskristallisierens (Phasenbildung) wurde mittels
Röntgenbeugung (XRD) und Transmissionselektronenmikroskopie (TEM)
untersucht.
Zur Charakterisierung der magnetischen Eigenschaften wurden
Hysteresekurven gemessen.
Während sich bei Anlaßtemperaturen von
TA = 620°C..740°C eine metastabile ungeordnete
TbCu7-artige Phase ausbildet, entsteht für
TA = 760°C..1050°C eine
Th2Zn17-artige Struktur.
TEM-Untersuchungen zeigen nun, daß die mittlere Korngröße in der
1:7 Struktur deutlich kleiner ist als in der 2:17 Struktur.
In den 1:7-artigen Magneten führt die kurzreichende
Austauschwechselwirkung zwischen den hartmagnetischen 1:7 Körnern
zu einer deutlichen Remanenzüberhöhung (JR = 0.8 T)
gegenüber konventionellen entkoppelten Magneten derselben
Zusammensetzung. Das zugehörige maximale Energieprodukt beträgt
88.7 kJ/m3. In den 2:17-artigen Magneten beträgt die Remanenz nur
etwa 0.6 T. Dafür können hier Koerzitivfelder von bis zu
m0HC = 0.97 T
erzielt werden.
Aus Messungen der Temperaturabhängigkeit von m0HC wurden die
Mikrostrukturparameter aK und Neff bestimmt und mit der
im TEM beobachteten Mikrostruktur verglichen.
| AM 2.4 | Vortrag | Mo 10:30 | F4 |
Magnetische und mikrostrukturelle Eigenschaften schnellabgeschreckter Sm2(Co,Cu,Fe,Zr)17 Dauermagnete
D. Goll, W. Sigle und H. Kronmüller
MPI für Metallforschung, Stuttgart
Mit Sintermagneten auf der Basis von Sm2(Co,Cu,Fe,Zr)17
können sehr große Koerzitivfeldstärken erreicht werden
( > 3.5 T), sofern sie einer komplexen Glühbehandlung unterzogen
werden. Bei dieser bildet sich eine zellulare Ausscheidungsstruktur
aus (Zellinneres: 2/17 Phase, Zellhülle: 1/5 Phase), der eine
Zr-reiche plättchenförmige Phase (Z-Phase) senkrecht zur c-Achse
überlagert ist.
Diese komplizierte Mikrostruktur kann auch in
schnellabgeschreckten Sm2(Co,Cu,Fe,Zr)17 Magneten erzielt
werden, wobei ebenfalls eine spezielle Wärmebehandlung erforderlich
ist, die für diesen Magnettyp optimiert wurde.
Zur magnetischen Charakterisierung wurden Hystereseschleifen im
gesamten ferromagnetischen Temperaturbereich gemessen. Die
Mikrostruktur einschließlich der Bildung der zellularen Struktur
und der Z-Phase wurde mit Hilfe
der Transmissionselektronenmikroskopie
untersucht. Mittels EDX-Untersuchungen kann die Zusammensetzung der
einzelnen Phasen ermittelt werden. Hieraus ergeben sich wichtige
Hinweise für den diesem Stoffsystem zugrunde liegenden
Koerzitivfeldstärkemechanismus (Verankerung von Domänenwänden).
| AM 2.5 | Vortrag | Mo 10:45 | F4 |
The structure and magnetic properties of R2Co17-xGax (x=0-8) compounds with R = Y, Gd and Tb
BING LIANG1,2, BAO-GEN SHEN2, SHAO-YING ZHANG2 und ZHAO-HUA CHENG1,2
1Max-Planck-Institut für Metallforschung, Heisenbergstr. 1, 70569 Stuttgart
2 State Key Laboratory of Magnetism, Institute of Physics, Chinese Academy of Sciences, Beijing 100080, P.R. China
The R2Co17-xGax (R=Y, Gd and Tb) compounds were prepared directly by arc-melting
with a subsequent annealing. The structural and magnetic characteristics of
these compounds have been investigated by means of XRD and magnetic
measurements. The XRD patterns show that all samples are single phase
with the 2:17-type except those samples with x=7 and 8 which contain small amounts of
hcp Co and rare-earth-rich phase as impurity phases. The Ga substitution for
Co in these compounds leads to a monotonic increase in unit cell volume and an approximately
linear decrease in saturation magnetization. The Curie temperature is found
to decrease rapidly with increasing Ga concentration. Compensation points are observed in the
temperature dependence of the magnetization for Gd2Co17-xGax and
Tb2Co17-xGax samples with x=4, 5 and 6 . The intersublattice-molecular-field
coefficients, nRT, have been deduced on the basis of magnetization curves at corresponding
compensation temperatures. The exchange-coupling constants JRT and JTT
have been calculated by analysing both the field dependence and the temperature
dependence of the magnetization. It has been found that the substitution of Ga
for Co in these compounds reduces the Co-Co exchange interaction, while it has
little influence on the R-Co exchange interaction. It is noteworthy that the Ga substitution
has changed the room-temperature easy magnetization direction(EMD) for Gd2Co17-xGax,
while the room-temperature EMD for Y2Co17-xGax and Tb2Co17-xGax
remain unchanged with the Ga substitution.
The work was support by the National
Natural Sciences Foundation of China.
HDDR als neue Methode für die magnetische Härtung von Sm-Co-Verbindungen
M. Kubis, A. Handstein, O. Gutfleisch, B. Gebel, K.-H. Müller und L. Schultz
Untersuchungen zur Wasserstoffabsorption verschiedener
Sm-Co-Verbindungen mit CaCu5-und Th2Zn17-Struktur
wurden mit Hilfe der Differentiellen Scanning-Kalorimetrie (DSC) bei
Drücken zwischen 1 MPa und 7 MPa durchgeführt. Dabei fand eine
Zersetzung
der Sm-Co-Verbindungen in Sm-Hydrid und Co oder Co-reiche Phasen
statt. Die Zersetzung der relativ
stabilen Sm-Co-Verbindungen kann auf die Verkleinerung der freien
Enthalpie des Sm-Hydrids für hohe H2-Drücke
zurückgeführt werden. Eine Rekombination der Sm-Co-Phasen erfolgte
durch Dehydrierung bei einer zweiten Wärmebehandlung in Vakuum.
Untersuchungen der magnetischen Eigenschaften
der mit diesem
HDDR-(Hydrierung-Disproportionierung-Desorption-Rekombination)-Prozeß
hergestellten Materialien zeigen hohe
Koerzitivfeldstärken m0JHC von bis zu 2.1T für
SmCo5-Hochdruck-HDDR-Proben bzw. 4.7T für reaktiv
gemahlene SmCo5-Proben. Für Rekombinationstemperaturen
unterhalb 7000C wurden bei den reaktiv gemahlenen Proben
nanoskalige Mikrostrukturen erreicht, die zu einer starken
magnetischen Kopplung der Körner aufgrund der
Austauschwechselwirkung und einer dadurch bedingen Remanenzüberhöhung
führten. Insbesondere bei
Sm2Co17-Proben wurde dadurch eine Energiedichte
(BH)max von 83kJ/m3 für das isotrope Material erreicht.
Modifizierte HDDR-Verfahren angewandt auf NdFeB
O. Gutfleisch, B. Gebel, M. Kubis, K.-H. Müller und L. Schultz
NdFeB Pulver wurden durch verschiedene modifizierte HDDR (hydrogenation,
disproportionation, desorption, recombination) Verfahren
hergestellt. Die Entwicklung der magnetischen Anisotropie
von Nd16.2Fe78.2 B5.6,
Nd12.6Fe81.4B6.0 und
Nd12.6Fe69.4Co11.0Ga1.0B6.0 Pulvern hergestellt
durch den konventionellen HDDR Prozeß wurden mit denen von durch
'Solid'-HDDR
hergestellten Pulvern verglichen. Konventionelles HDDR
bei 800oC ergab isotrope Pulver mit einer
Koerzitivfeldstärke von m0JHc = 1.24T im Falle von
Nd16.2Fe78.2B5.6 und vergleichbare
Werte wurden für den Fall des Solid-HDDR Verfahrens gefunden. Anisotropes
Nd12.6Fe69.4 Co11.0Ga1.0B6.0 Pulver mit
Br=1.04T und m0JHc= 0.50T wurde bei 850oC durch die
konventionelle Methode erzeugt. In den beiden ternären Legierungen
konnte auf diese Weise keine Anisotropie induziert werden.
Wenn Solid-HDDR mit einer langsamen, kontrollierten Rekombination
unter einem Wasserstoffpartialdruck von
0.1bar bei 900oC kombiniert wurde, war es möglich, in
Nd12.6Fe81.4B6.0 einen hohen
Texturgrad von Br=0.98T bei m0JHc = 0.92T
zu induzieren. Ähnliche
Werte wurden für Nd16.2Fe78.2B5.6
erzielt. Interessanterweise führte diese
Prozeßführung angewandt auf
Nd12.6Fe69.4 Co11.0Ga1.0B6.0
nicht zum Erfolg. Dieser Vergleich zeigt, daß es möglich
ist, eine magnetische Anisotropie in NdFeB HDDR
Pulvern auf zwei völlig unterschiedlichen Wegen zu erzeugen.
Magnetische und Umformeigenschaften von nanokristallinen NdFeB Verbindungen hergestellt durch Rascherstarren, mechanisches Legieren und HDDR
A. Kirchner, V. Neu, W. Grünberger, O. Gutfleisch, K.-H. Müller und L. Schultz
Nanokristalline NdFeB Pulver wurden durch Rascherstarren, mechanisches
Legieren und HDDR (hydrogenation, disproportionation, desorption,
recombination) erzeugt. Hochtexturierte Magnete wurden durch Stauchen von
isotropen Preßlingen hergestellt. Die
höchste Remanenz von Br=1.24T und eine Energiedichte von (BH)max
von 283kJm-3 wurden für Magnete aus rascherstarrtem Pulver erzielt
und mit dem vergleichsweise geringen Nd Gehalt von 14at% und einer stark
ausgeprägten Formanisotropie der einzelnen Körner erklärt. Die
höchste Koerzitivfeldstärke von moJHc=1.6T wurde für
die Magnete aus mechanisch legiertem Pulver (16at% Nd)
gemessen. Dieses Ergebnis wurde auf eine fein verteilte Nd-reiche
Korngrenzenphase, zusätzlich zu einer geringen Korngröße von 100x500nm,
zurückgeführt. Eine mikrostrukturelle Charakterisierung zeigte, daß
die Körner der HDDR Magnete am größten sind
und die kleinste Formanisotropie aufweisen
und damit die geringfügig schlechteren
magnetischen Eigenschaften zu erklären sind. Eine Analyse der
Umformkinetik ergibt, daß das Modell des
'Solution-Precipitation-Kriechens', dominiert durch eine
grenzflächenkontrollierte Reaktion, auf drei alle Materialtypen angewandt
werden kann.
Abhängigkeit der magnetischen Eigenschaften von FINEMET von eingebrachten Oberflächenfehlern und herstellungsbedingten Schwankungen
D. Ramin und W. Riehemann
Das nanokristalline FINEMET wird durch eine Wärmebehandlung
(580°C für 1h) aus schmelzgesponnenem Fe73.5Cu1Nb3Si13.5B9 gewonnen und besitzt
bereits hervorragende weichmagnetische Eigenschaften. Diese lassen sich durch
gezielt eingebrachte Oberflächendefekte [1] weiter optimieren, wie es aus
Experimenten mit kornorientiertem FeSi-Elektroblech [2] bereits bekannt ist.
Neben den Ergebnissen der systematischen Untersuchungen von
Oberflächenbehandlungen bei denen zum größten Teil ultraviolette
Excimer-Laserstrahlung zum Einsatz kam, werden weitere Einflüsse bezüglich
herstellungsbedingter Schwankungen des Materials [3] auf die magnetischen
Eigenschaften vorgestellt.
Ein wichtiger Faktor ist hierbei auch die Dicke des Bandes.
[1] D. Ramin, W. Riehemann, Mat. Sci. Eng., A226-228 (1997)
590-593
[2] B. Weidenfeller, W. Riehemann, J. Magn. Magn. Mat., 133,
177 (1994)
[3] D. Ramin, W. Riehemann, Homogeneity of Magnetic Properties of
Finemet Before and After Heat Treatment,
Non-Linear Electromagnetic Systems, IOS Press Amsterdam,
1998, pp. 558-561
Magnetische Eigenschaften flammensynthetisch erzeugter g-Fe2O3 Nanopartikel
Ch. Janzen1, B. Rellinghaus2, M. Acet2, K. Hadobas2, Ch. Binek3, U. Westphal4, P. Roth1 und E.F. Wassermann2
g-Fe2O3-Nanopartikel werden in einer
vorgemischten H2/O2/Ar Niederdruckflamme, die mit Eisen-Pentacarbonyl
(Fe(CO)5) dotiert ist, synthetisiert. Die Partikel werden auf einem
gekühlten Substrat bei Zimmertemperatur (TZi) abgeschieden und
anschließend ex-situ charakterisiert. Strukturelle Untersuchungen mit
Hilfe der Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) sowie der
Röntgenbeugung
(XRD) zeigen, daß die so erzeugten Pulver aus einzelnen, schwach
agglomerierten kristallinen Partikeln bestehen. Die mittleren
Partikelgrößen werden durch die Konzentration des
Fe(CO)5-Precursors
eingestellt und liegen im Bereich zwischen 7 nm und 16 nm. Wir stellen
Messungen von Magnetisierungskurven (M(H)) bei TZi sowie zur
Temperaturabhängigkeit der Magnetisierung (M(T)) an diesen Proben vor. Die
Partikel verhalten sich bei TZi superparamagnetisch, und die
M(H)-Kurvern
lassen sich durch angepaßte Langevin-Funktionen beschreiben. Mit
abnehmender Teilchengröße wird ein Absinken sowohl der
superparamagnetischen Blocking-Temperatur als auch der
Sättigungsmagnetisierung beobachtet.
Prozesse der Phasenbildung von Mangan-Zink-Ferriten
J. Rossel1, H. C. Freyhardt1, L. Michalowsky2 und F.R. Sale3
Im Hinblick auf die Verbesserung magnetischer und elektrischer Eigenschaften
von Mangan-Zink-Ferriten ist die Anwendung neuer Wege der Pulveraufbereitung
von großem Nutzen. Viele dieser Eigenschaften sind von der Mikrostruktur bzw.
von dem Gefüge abhängig.
Einfluß niedrigviskoser Phasen auf die Gefügebildung hochpermeabler Mn-Zn-Ferrite
J. Dreikorn1, H. C. Freyhardt1 und L. Michalowsky2
Die magnetischen und elektrischen Eigenschaften hochpermeabler Mn-Zn-Ferrite mit der Zusammensetzung
52,0 mol% Fe2O3, 25,5 mol% MnO, 22,5 mol% ZnO und dem Additivsystem CaO, SiO2, TiO2 werden
stark durch das sich beim Sinterprozeß ausbildende Gefüge bestimmt. Insbesondere ist zum Erreichen höchster Permeabilitäten
neben einer durch die Wahl der Zusammensetzung minimierten magnetokristallinen Anisotropie ein gleichmäßiges,
grobkristallines Gefüge mit einem niedrigen Anteil an intrakristalliner Porosität notwendig.
AM 2.6 Vortrag Mo 11:00 F4
Institut für Festkörper- und Werkstofforschung Dresden, Postfach 270016, 01171 Dresden
AM 2.7 Vortrag Mo 11:15 F4
IFW Dresden, Postfach 270016, 01171 Dresden
AM 2.8 Vortrag Mo 11:30 F4
IFW Dresden, Postfach 270016, 01171 Dresden
AM 2.9 Vortrag Mo 11:45 F4
Institut für Werkstoffkunde und Werkstofftechnik, TU Clausthal, Agricolastraße 6, D-38678 Clausthal-Zellerfeld
AM 2.10 Vortrag Mo 12:00 F4
1Institut für Verbrennung und Gasdynamik
2Experimentelle Tieftemperaturphysik
3Angewandte Physik
4Anorganische Chemie, Gerhard-Mercator-Universität Duisburg, 47048 Duisburg.
AM 2.11 Vortrag Mo 12:15 F4
1Institut für Materialphysik, Universität Göttingen, Hospitalstraße 3-7, D-37073 Göttingen
2Kaschke KG, Rudolf-Winkel-Straße 6-8, D-37079 Göttingen
3Manchester Materials Science Centre, Victoria University of Manchester, Manchester M1 7HS, Großbritannien
Eine Alternative zum industriell verwandten konventionellen Mischoxidprozeß
bietet sich mit chemischen Fällungsverfahren, insbesondere dem hier benutzten
Sol-Gel-Prozeß. Es zeigen sich bei den verschiedenen Herstellungsverfahren
signifikante Unterschiede während der Phasenbildung von Mangan-Zink-Ferrit.
Durch Verwendung der Röntgendiffraktometrie sowie thermischer Analysemethoden
wie DSC- und TG-Messungen wurden die Phasenbildungsprozesse während des
Kalzinierens von Mn-Zn-Ferritpulver untersucht und Kenntnis über ablaufende
Phasenbildungen gewonnen. Dies wurde zu Eigenschaftsverbesserungen der Werkstoffe
auf Mangan-Zink-Ferrit-basis genutzt.
AM 2.12 Vortrag Mo 12:30 F4
1Institut für Materialphysik, Universität Göttingen, Hospitalstraße 3-7, D-37073 Göttingen
2Kaschke KG, Rudolf-Winkel-Straße 6-8, D-37079 Göttingen
Untersucht wird die Möglichkeit, den Gefügebildungsprozeß durch die Zugabe von Bi2O3 zum vorhandenen Additivsystem,
über die Bildung von bei hohen Temperaturen niedrigviskosen Korngrenzenzwischenphasen zu beeinflussen und die erhaltenen Gefüge
zu charakterisieren.
| [HOME] |
|
[Archiv] |
|
[E-Verhandlungen 1999] |
|
[Münster] |
|
[Fachverband AM] |
|
[Sitzung AM 2] |
| [Autorenindex] |
| [Tagungsinformationen] | [E-Verhandlungen] | [Archiv] | [Vortragsanmeldung] | [Teilnehmerregistrierung] | [Programmbearbeitung] |
| [DPG WWW-Server] |
Zuletzt geändert am 21.10.1999