W-Bosonen II | |
Di 08:30-10:25 | HS A |
| T 201.1 | Gruppenbericht | Di 08:30 | HS A |
S. Werner für die ALEPH-Kollaboration
Institut für Hochenergiephysik, Schröderstraße 90, D-69120 Heidelberg
Der Speicherring LEP2 arbeitet seit 1996 oberhalb der Produktionsschwelle
für W+ W--Paare. Mit den Daten, die der Detektor ALEPH bei
Schwerpunktsenergieen von 172 und 183 GeV registriert hat, wurde die Masse
des W-Bosons gemessen und der ``triple gauge boson vertex'' (TGV)
untersucht.
Der Vortrag beschreibt die Analysemethoden zur Bestimmung der W-Masse in
den hadronischen, semileptonischen und leptonischen Endzuständen der
W+ W--Paare und präsentiert die Ergebnisse dieser Messung.
Der TGV läßt sich anhand der Reaktion
e+e- ® W+ W- ®f[`f] f[`f] untersuchen. Die Messung der Kopplungen beruht auf der Analyse des fünffach differentiellen Wirkungsquerschnittes der W-Bosonen und ihrer Zerfallsprodukte [1]. Der Vortrag beschreibt zwei Analysemethoden - den ``extended maximum likelihood fit'' und die ``optimierten Observablen''[2] - sowie deren Resultate.
[1] K. Hagiwara, K. Hikasa, R.D. Peccei, D. Zeppenfeld, Nucl. Phys
B282 253 (1987)
[2] M. Diehl und O. Nachtmann, Z. Phys C62 397 (1994)
| T 201.2 | Vortrag | Di 08:55 | HS A |
H.J. Lee für die ALEPH-Kollaboration
Institut für Physik, Humboldt Universität zu Berlin, Invalidenstraße 110, D-10115 Berlin
Der e+e--Speicherring LEP lief im Jahr 1997 bei der Schwerpunktsenergie von 183 GeV, welche die Paarproduktion von geladenen W-Bosonen, e+e- ® W+W-, mit hohem Wirkungsquerschnitt erlaubt. In der vom L3 Experiment am LEP aufgezeichnete Luminosität von 52 pb-1 selektiere ich über 400 Ereignisse, bei denen beide W-Bosonen hadronisch zerfallen. Die Messung des Paarproduktions-Wirkungsquerschnitts und der Masse des W-Bosons im Kanal W+W- ® q[`q]q[`q] werden vorgestellt und mit den Messungen in anderen Zerfallskanälen verglichen.
| T 201.3 | Vortrag | Di 09:10 | HS A |
Silke Petzold für die OPAL-Kollaboration
DESY/II. Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg, Notkestr.85, 22603 Hamburg
Bei LEP2 werden W+W--Paare in e+e--Kollisionen erzeugt. Die Produktionsmechanismen e+e- ® Zo/g® W+W- erlauben eine Untersuchung der Kopplungen von drei Eichbosonen. Der dominierende Beitrag zur W-Paarproduktion ist allerdings der n-Austausch im t-Kanal. Dieser Mechanismus kann durch die Winkelverteilung und die Helizität der W-Bosonen von den Beiträgen der 3-Bosonen Kopplung unterschieden werden. Hier wird die Spindichte-Matrix-Methode zur Analyse des Vertex dreier Eichbosonen vorgestellt. Die Ergebnisse der Datennahme von 1997 bei einer Schwerpunktsenergie von 183 GeV mit dem OPAL Detektor werden gezeigt. Die Spindichte-Matrix-Methode ermöglicht auß erdem einen einfachen und modellunabhängigen Test der CP-Invarianz im Vertex der Eichbosonen. Auch diese Ergebnisse werden vorgestellt.
| T 201.4 | Vortrag | Di 09:25 | HS A |
A. Böhm, H. Fesefeldt, M. von der Mey, B. Roth, S. Roth, C. Schäfer, S. Schmidt-Kärst, A. Straessner, P. Wienemann und S. Wynhoff für die OPAL-Kollaboration
III. Physikalisches Institut der RWTH Aachen und L3-Kollaboration
Mit dem L3-Detektor am Elektron-Positron-Speicherring LEP wird die Produktion einzelner W-Bosonen e+e-®eneW untersucht. Dieser Prozeß zeichnet sich dadurch aus, daß das Elektron stark in Vorwärtsrichtung gestreut wird und somit dem Nachweis im Detektor entkommt. Entsprechend werden im Detektor nur die Zerfallsprodukte des W-Bosons nachgewiesen: Zwei Jets bei einem hadronischen W-Zerfall, ein einzelnes Lepton (e, m oder t) bei einem leptonischen Zerfall. Der Wirkungsquerschnitt der Produktion einzelner W-Bosonen ist wesentlich geringer als im Fall der W-Paarproduktion. Da der aber der größte Beitrag über die gWW-Kopplung erfolgt, lassen sich mit dieser Reaktion die anomalen Kopplungen Dkg und lg einschränken.
| T 201.5 | Vortrag | Di 09:40 | HS A |
C. Degenhart und M. Verzocchi für die OPAL-Kollaboration
Fakultät für Physik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hermann-Herder-Str. 3, 79104 Freiburg im Breisgau
Die im Rahmen des LEP-II-Programms am LEP-Speicherring erreichten Schwerpunktsenergien von 161 GeV bis 183 GeV gestatten erstmals die Suche nach der Produktion von einzelnen W-Bosonen in der Reaktion e+e-® e ne W. Möglich ist dies aufgrund des bei LEP-II höheren Wirkungsquerschnittes dieser Reaktion und des niedrigeren Untergrundes aus Z-Zerfällen. Vorgestellt werden die Ergebnisse der Datennahme von 1996 und 1997.
| T 201.6 | Vortrag | Di 09:55 | HS A |
Jürgen Kroseberg für die H1-Kollaboration
DESY-FH1, Notkestr. 85, 22603 Hamburg
Der Wirkungsquerschnitt für W-Produktion in ep-Streuung ist von der Größ enordnung 1 pb. Das W-Boson zerfällt bevorzugt in Hadronen, QCD-Untergrund erschwert jedoch den experimentellen Zugang zu diesem Kanal. Typische Signaturen des leptonischen Zerfalls, für den das Verzweigungsverhältnis ca. 11% pro Familie beträgt, sind eine scheinbar unausgeglichene Impulsbilanz und ein geladenes Lepton mit groß em Transversalimpuls p^. Unter der Annahme p^miss = p^n läß t sich die transversale Masse des Systems ln (l = e,m) bestimmen, die typischerweise nahe der W-Masse liegt. Ereignisse mit den beschriebenen Charakteristika wurden mit dem H1-Detektor am Speicherring HERA beobachtet.
Vorgestellt werden Untersuchungen zu Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer systematischen Suche nach W-Produktion in ep-Prozessen, basierend auf dem MC-Generator EPVEC und H1-Daten entsprechend einer integrierten Luminosität von ca. 35 pb-1. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Ereignissen mit Myonen im Endzustand.
| T 201.7 | Vortrag | Di 10:10 | HS A |
M. Verzocchi und C. Degenhar für die H1-Kollaboration
Fakultät für Physik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hermann-Herder-Str. 3, D-79104 Freiburg .i Br.
Mit Hilfe des mit dem O pal Detektor gemessenen Wirkungsquerschnitts für den Prozess e+e-®W+e-[`(n)]e (Produktion von einzelnen W Bosonen) bei LEP2 werden Grenzen auf die anomalen magnetischen Dipol- und elektrischen Quadrupol- Momente gestellt.
Diese Ergebnisse werden danach mit Grenzen aus anderen Prozessen verglichen, die ebenfalls für 3-Eichbosonen-Kopplungen empfindlich sind. Es werden auch zukünftige Aussichte mit der vollständigen LEP2 Statistik vorgestellt.
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Zuletzt geändert am 14.08.1998