Struktur von Baryonen und Mesonen IV | |
Di 17:00-19:00 | HS I |
| HK 36.1 | Vortrag | Di 17:00 | HS I |
Andreas Groh und Hartmut M. Hofmann
Institut für Theoretische Physik III, Universität Erlangen-Nürnberg
In vielen Quark-Modellen wird zusätzlich zur Wechselwirkung über den Austausch von Gluonen zwischen den Constituent-Quarks auch die Kopplung der Quarks an Mesonen zugelassen, um die NN-Wechselwirkung qualitativ beschreiben zu können. Durch diese Kopplung von Quarks an Teilchen, die eigentlich selbst aus Quarks aufgebaut sind, ist dieses Modell nicht mehr in sich konsistent.
Demgegenüber läßt sich aber die Struktur von Baryonen gut durch ein "`nacktes Baryon"' plus "`Mesonenwolke"' beschreiben.
Wir erzeugen solche Mesonenwolken durch zusätzliche q[`q]-Paare. Dazu wurde das nichtrelativistische Quarkmodell um die Erzeugung und Vernichtung von q[`q]-Paaren erweitert. Im Rahmen von Rechnungen mit der Resonating-Group-Methode wurde innerhalb dieses erweiterten Modells die Struktur von Baryonen und Mesonen untersucht. Speziell wird die Größe solcher q[`q]-Beimischungen zur Wellenfunktion diskutiert sowie auf die mögliche Interpretation durch physikalische Mesonen eingegangen.
* Gefördert von DFG und Studienstiftung des deutschen Volkes.
| HK 36.2 | Vortrag | Di 17:15 | HS I |
Wolfgang Giersche, Bernard Metsch, Claus Münz und André Kofaldt
Institut für Theoretische Kernphysik, Universität Bonn, Nußallee 14 - 16, 53115 Bonn
Ausgehend von der Bethe-Salpeter-Gleichung entwickelten wir in instantaner
Näherung ein
relativistisches Quarkmodell für Mesonen [1]. Neben einer Beschreibung des
Meson-Spektrums liefert dieses Modell im Rahmen des Mandelstam-Formalismus
auch die
Grundlage zur Berechnung von Meson-Quark-Vertexfunktionen. Dabei
erlaubt die manifeste Kovarianz des Modells, elektromagnetische Formfaktoren
auch bei größeren Impulsüberträgen zu berechnen. Wir zeigen die
Resultate für die Formfaktoren der p und K-Mesonen für raumartige
Werte von Q2 und diskutieren die zeitartigen Formfaktoren, die für
die Berechnung des hadronischen Tensors beim Zerfall
t®ppnt relevant sind.
[1] Nucl. Phys. A 578 (1994), Nucl. Phys. A 578(1994) 418
[2] Phys. Rev. C 53 (1996) 2554
| HK 36.3 | Gruppenbericht | Di 17:30 | HS I |
Stefan Schramm1, Zoltan Palmer2 und Walter Greiner2
1GSI, Darmstadt
2Institut für Theoretische Physik, Universität Frankfurt
Seit einiger Zeit wird diskutiert, ob sich in einem ultrarelativistischen Schwerionenstoß hadronische Flußröhren ueberlappen und so effektiv Flussröhren zwischen Quarkzuständen höherer Farbladung ausbilden können. Der Aufbruch dieser sogenannten Color Ropes kann die theoretisch vorhergesagten hadronischen Teilchenproduktion erheblich verändern.
Wir untersuchen die Eigenschaften von Color Ropes numerisch in einer Gittereichsimulation. Es wurde das Potential und die Fadenspannung fuer die Color Ropes bestimmt, wobei wir als Eichgruppe die SU(2) und SU(3) benutzt haben. Die Wilsonloops wurden mithilfe der Multihittechnik, die zur Verbesserung der Statistik dient, berechnet. Die Proportionalität der Fadenspannung zum Eigenwert des Casimiroperators der Farbladung konnte im Rahmen der Statistik bestätigt werden. Weiter wurden effektive Wirkungen und ihre Ergebnisse für das Quark-Antiquark-Potential in verschiedenen Darstellungen der Eichgruppe untersucht.
Diese Arbeit wurde durch DFG und BMBF finanziell unterstützt.
| HK 36.4 | Gruppenbericht | Di 18:00 | HS I |
Bernard Ch. Metsch, Klaus Kretzschmar, Ulrich Löring, Ralf Ricken und Herbert-R. Petry
Institut für Theoretische Kernphysik, Universität Bonn, Nußallee 14 - 16, D-53115 Bonn
In früheren Arbeiten [1] wurde gezeigt, daß die
Bethe-Salpetergleichung mit instantaner Welchselwirkung eine
geeignete Grundlage zur Formulierung relativistischer
Quarkmodellen darstellt. Insbesondere erlaubt die manifeste Kovarianz
eine zuverläßige Berechnung der elektroschwachen Formfaktoren auch
bei großen Impulsüberträgen [2].
Obwohl technisch sehr viel aufwendiger, ist es
möglich im gleichen Rahmen auch das relativische Dreiquarksystem
zu behandeln, wobei Confinement durch ein
linear ansteigendes Potential beschrieben wird und die
Massenaufspaltungen von einer instantoninduzierten Wechselwirkung
erzeugt werden. Wir werden erste Resultaten für das gesamte
Baryonenspektrum bis zu » 2.5 GeV vorstellen und
die Bedeutung der relativistischen Behandlung für das
Massenspektrum diskutieren. Dabei wird die besondere Rolle der
instantoninduzierten Quarkwechselwirkung für die
niedrigsten Anregungen positiver Parität (Roper-Resonanz) betont.
[1] Nucl. Phys. A 578 (1994) 418; Nucl. Phys. A 578 (1994) 397
[2] Phys. Rev. C52 (1995) 2110
| HK 36.5 | Vortrag | Di 18:30 | HS I |
A. Mecke1, L. von Smekal2 und R. Alkofer1
1Universität Tübingen, Inst. f. Theoret. Physik, Auf der Morgenstelle 14, 72076 Tübingen
2Physics Division, Argonne National Laboratory, Argonne, Illinois 60439-4843, USA
Das pseudoskalare Flavorsingletmeson kann mit zwei Gluonen mischen. Wir berechnen das entsprechende Diagramm in niedrigster Ordnung. Bei Verwendung von Konstituentenquarks und perturbativen Gluonen erhalten wir einen Zusatzbeitrag zur Zerfallskonstante, ein Massenbeitrag ergibt sich jedoch nicht. Aus dimensionalen Gründen ist klar, daß der Gluonpropagator dafür eine stärkere Infrarotsingularität aufweisen muß (Kogut-Susskind-Mechanismus). Ein Gluonpropagator, der sich wie D(k2) = 8ps/k4 für k2® 0 verhält, wobei s die phänomenologisch bestimmte Stringspannung ist, liefert einen solchen Beitrag zur Masse des pseudoskalaren Flavorsingletmesons. Dieser Beitrag, der ausschließlich von der Stringspannung bestimmt ist, ergibt in die Witten-Veneziano-Wirkung eingesetzt: mh¢ » 810MeV und mh » 430MeV sowie einen h-h¢-Mischungswinkel von -300. Die relativ gute Übereinstimmung mit den experimentell gemessenen Werten legt nahe, daß die UA(1)-Anomalie im Infrarotverhalten der Greenschen Funktionen der QCD kodiert ist.
Unterstützt von der DFG (Sachbeihilfe Al 279/3-1) und dem DOE (W-31-109-ENG-38).
| HK 36.6 | Vortrag | Di 18:45 | HS I |
Hyun-Chul Kim1, Maxim V. Polyakov2 und Klaus Goeke1
1Institute for Theoretical Physics II, Ruhr-University Bochum, D-44780 Bochum, Germany
2Petersburg Nuclear Physics Institute, Gatchina, St. Petersburg 188350, Russia
The vector (f1, f2) and axial (g1, g2) constants for semileptonic decays are evaluated in the effective chiral quark-soliton model. The corrections linear in ms and 1/Nc are taken into account. The possibly large deviations from the Cabibbo theory in various semileptonic decay modes are discussed.
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Zuletzt geändert am 21.08.1998