Kernspaltung, Kernreaktionen I | |
Mo 17:00-18:30 | HS K |
| HK 18.1 | Vortrag | Mo 17:00 | HS K |
F.-J. Hambsch1, F. Vivès1, S. Oberstedt2 und G. Barreau3
1JRC-IRMM, Retieseweg, B-2440 Geel, Belgium
2ILL, F-38042 Grenoble, France
3CENBG, F-2440 Bordeaux, France
At IRMM, the reaction 238U(n,f) has been studied. Mass-, kinetic energy- and angular distributions for both fission fragments have been measured at several incident neutron energies with a double ionization chamber with more than 105 events. The pre-neutron fragment properties have been calculated taking into account the average number of neutrons released as a function of mass [`( n)](A) deduced from the known ones of 233U and 235U. Above the barrier, the [`TKE] shows a smooth behaviour with an apparent drop at the highest value of En, similar to the one observed in the reaction 237Np(n,f). In the region of the threshold, the behaviour of [`TKE] has been compared with the results of Goverdovsky et al. (1). In parallel theoretical calculations have been performed (2) in the frame of the multi-modal random neck-rupture model of Brosa et al. (3) and compared to the experimental results.
[1] A.A. Goverdovsky, B.D. Kuz'minov, and A.I. Sergach[e\ddot]v,
Sov. J. Nucl. Phys. 48, 5 (1988).
[2] S. Oberstedt, F.-J. Hambsch and F. Vivès, Proc. Int. Symp. Large-Scale Collective Motion of Atomic Nuclei, Brolo, Italy, 15-19.10.1996.
[3] U. Brosa, S. Groß mann and A. Müller; Physics Reports 197 (1990) 167
| HK 18.2 | Vortrag | Mo 17:15 | HS K |
M. Davi1, J.O. Denschlag1, I. Tsekhanovitch1, M. Wöstheinrich2, H. Faust3 und S. Oberstedt3
2Physikalisches Institut der Universität, Auf der Morgenstelle 14, D-72076 Tübingen
3Institut Laue-Langevin, F-38042 Grenoble, Cedex 9
1Institut für Kernchemie, Universität Mainz, D-55099 Mainz
Die Auswertung von Messungen in der stark asymmetrischen Spaltung von 242Am
zeigt einen Gerade-Ungerade-Effekt für Protonen, obwohl Americium eine
ungerade Protonenzahl hat (Z = 95). Leichte Fragmente sind vorzugsweise
geradzahlig in Z und schwere entsprechend ungeradzahlig.
Zur Zeit werden zwei mögliche Gründe diskutiert.
Eine mögliche Ursache ist das Paarungsgap, das bei leichten Kernen größer
ist, als bei den komplementären
schweren Kernen. Eine andere mögliche Erklärung ist die höhere
statistische Wahrscheinlichkeit, mit der das ungepaarte Proton in das schwerere
Fragment gelangt. 237Np ist ein weiteres für solche
Experimente zugängliches Isotop mit einer ungeraden Protonenzahl (Z = 93).
In einer früheren Messung wurden von G. Martinez et. al. Messungen mit
Kernladungsauflösung bis hinunter zur Masse 86 durchgeführt[1]. In unserem
Experiment wurden Massen- und Kernladungsausbeuten unterhalb der Masse 86
gemessen. Erste Ergebnisse werden vorgestellt und diskutiert.
Diese Arbeit wird durch das BMBF unter der Nummer 06MZ476 gefördert.
[1] G. Martinez, et al., Nuclear Physics A515 (1990) 433-465
| HK 18.3 | Vortrag | Mo 17:30 | HS K |
M. Wöstheinrich1, M. Hesse1, P. Jesinger1, F. Gönnenwein1 und H. Faust2
1Physikalisches Institut, Universität Tübingen , Auf der Morgenstelle 14, D-72076 Tübingen
2Institut Laue-Langevin, F-38042 Grenoble
Am Forschungsreaktor des Instituts Laue-Langevin in Grenoble
wurden Ausbeuten von ternären Teilchen bei der
Reaktion 233U(nth,f) mit dem Massenseparator Lohengrin
bestimmt. Mittels eines seit Anfang 1995 zusätzlich nutzbaren
Magneten, welcher 40 cm des Austrittspaltes des Massenseparators
auf einen Punkt fokussiert, ist der experimentelle
Aufbau für Messungen mit sehr geringer Zählrate wie z.B. die
ternäre Spaltung optimiert worden. Bisher waren bei der Spaltung
von 234U* die schwersten bekannten ternären Teilchen
10Be [1]. Es ist gelungen, 15 neue Nuklide (bis 24Ne)
in der ternären Spaltung von 234U* zu identifizieren.
Es werden erste Ergebnisse der Energieverteilungen und Ausbeuten
der ternären Teilchen vorgestellt.
[1] Vorobiev et al., Phys. Lett.,30B, 332 (1969)
Mit Unterstützung des BMBF (06Tü656)
| HK 18.4 | Vortrag | Mo 17:45 | HS K |
M. Cröni1, A. Möller1, F. Gönnenwein1 und G. Petrov2
1Physikalisches Institut, Universität Tübingen, Auf der Morgenstelle 14, D-72076 Tübingen
2Petersburg Nuclear Physics Institute, Gatchina, Rußland
Für ein Experiment zur kalten Spaltung am 252Cf(sf) ist die Auswertung der Ladungsverteilungen der Spaltfragmente abgeschlossen worden. Dabei konnten im Bereich der kalten Spaltung zwei Massenregionen ausgemacht werden, in denen sich die Ladungsverteilungen wesentlich voneinander unterscheiden. In der ersten Region, die zwischen den Massen 98/154 und 114/138 liegt, tritt ein ausgeprägter gerade-ungerade Effekt auf. Dies läßt sich aufgrund unterschiedlicher Niveaudichten verstehen, die u-u Kerne gegenüber g-g Kernen favorisieren. Im Gegensatz dazu gibt es im zweiten Gebiet um die Masse 120/132 diesen Effekt nicht, vielmehr zeigt sich eine enge Verwandtschaft zur Clusterradioaktivität, insofern als der doppeltmagische Kern 132Sn über einen weiten Bereich der Anregungsenergie hinweg als die einzige Fragmentation auftritt.
Mit Unterstützung des BMBF (06Tü656)
| HK 18.5 | Vortrag | Mo 18:00 | HS K |
C. Goddio, A.J.M. Plompen und E. Wattecamps
JRC-Institute for Reference Materials and Measurements (IRMM), Retieseweg, B-2440 Geel, Belgium
Experiments are ongoing to determine the 238U(n,n') cross section for incoming neutron energies from 1 to 4 MeV and excitation energies between 0.5 and 1.5 MeV. Neutrons are produced by the T(p,n)3He reaction at the 7 MV Van de Graaff accelerator. The neutron detectors are NE213 liquid scintillators placed at angles of 55°, 90° and 125°. Neutron time of flight and pulse height spectra are recorded. Pulse shape analysis is applied. The normalization of the data is done relative to the elastic scattering cross section of natC for energies less than 2 MeV and to the well known n-p cross section at higher energies. Preliminary quantitative results will be presented and compared with current evaluated data files.
| HK 18.6 | Vortrag | Mo 18:15 | HS K |
A. Fessler1,2, S.M. Qaim2, D.L. Smith3 und E. Wattecamps1
1Institute for Reference Materials and Measurements (IRMM), Retieseweg, B-2400 Geel, Belgien
2Institut für Nuklearchemie (INC), KFA-Jülich, D-52425 Jülich
3Argonne National Laboratory (ANL), Argonne, IL 60439-4841, USA
Wirkungsquerschnitte für die Bildung kurzlebiger Aktivierungsprodukte (Halbwertszeiten zwischen 7 Sekunden bis einigen Minuten) in neutroneninduzierten Kernreaktionen wurden am 7 MV Van de Graaff Beschleuniger in Geel im Energiebereich von 16 - 20 MeV bestimmt. Die Neutronen wurden über die T(d,n)4He Reaktion erzeugt. Als Proben dienten sowohl angereicherte Isotope (25Mg, 46,50Ti, 52,53,54Cr, 54,57Fe, 62Ni, 119Sn, 138Ba) als auch Elemente (B, Cr, Fe, P, V) und Verbindungen (Teflon, NaCl, SiO2, MnO2) natürlicher Isotopenzusammensetzung. Die bestrahlten Proben wurden mittels einer Rohrpostanlage zu einem Germaniumdetektor transportiert. Als Referenzwirkungsquerschnitte dienten die 27Al(n,p)27Mg -, 27Al(n,a)24Na - und 93Nb(n,2n)92mNb - Reaktionen. Die bestimmten Wirkungsquerschnitte werden mit experimentellen Literaturdaten sowie Modellrechnungen verglichen.
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Zuletzt geändert am 21.08.1998